22
Jul
2018
11:47 AM

Tag 2 - Urriðafoss und Südküste

Nach einer erholsamen Nacht, die alle Familienmitglieder erfahren haben, begann unser erster Reisetag mit einen Besuch in der Kaufhalle Kronan. Wir mussten noch verschiedene Esswaren einkaufen, um gesättigt den Tag zu begehen. Aber das Einkaufen war gar nicht so einfach. Es wurde zu Waren gegriffen und wieder zurückgelegt. Schließlich mussten die Preise stimmen, damit unsere Reisekasse nicht zu stark belastet wird. An der Kasse kam dann die Stunde der Wahrheit. Daheim setzten wir uns an unseren Frühstückstisch, mit allem, was dazu gehört.

Später brachte uns der kleine Bus zu unserer ersten Reiseetappe, dem Wasserfall Urriðafoss. Schäumendes Wasser stürzte sich den zerklüfteten Felsen herunter. Uns bot sich ein beeindruckendes Panorama.

An den Hängen des Wasserfalls gab es eine vielfältige Pflanzenwelt. Thymianpolster klebten an Felsmoosen, Butterblumen mit großen, gelben Blüten (größer als bei uns), eine violette Anemone, die uns unbekannt war, sogar kleine, weiße Orchideen wurden von uns im Gras entdeckt. Und überall blühten Lupinenstauden in blauen und blauweißen Blüten. Unsere Hobbyfotografen konnten gar nicht genug von dieser uns ungewohnten Landschaft machen. Eine Staude des Doldenblühers Angelica hat uns auch sehr fasziniert.

Am Ufer des Wasserfalls hatten Angler ihre Angeln ausgeworfen, um Lachse und Forellen zu fangen. Sie hatten auch Glück. 40 bis 70 Zentimeter große Fische hatten sie erbeutet. Wir konnten sie erblicken.

Dann ging es den Fluss weiter mit dem Auto. Zuerst sahen wir einen ausgedienten Leuchtturm im Jugendstil erbaut, zur Zeit des Funktionalismus.

Wir liefen weiter zum Atlantikküste. Tuffgestein überall, aber auch wieder umrahmt von vielen blühenden Pflanzen. Grasnelkenstauden, Thymian, Labkraut, Spitzwegerich und Süßgräßer mit sehr großen Ährenrispen. Wütende Möwen flatterten, um uns herum auf dem Weg zum Ufer des Atlantiks. Dort erfreuten wir uns an den schäumenden Wellen des Weltmeeres. Auch hier waren unsere Fotografen wieder eifrig am Werk.

Weiter ging die Fahrt, nachdem wir eine kurze Essenspause eingelegt hatten. Es gab Quarkbällchen von Franziska, die noch in Erfurt angefertigt wurden und die uns alle gut geschmeckt haben. Bei Anfragen gibt es auch das Rezept.

In Þorlákshöfn besichtigten wir außer dem Hafen einen Friedhof. Er ähnelt mit den Grabsteinen unseren Friedhöfen, aber die Blumenfülle (gezüchtete Pflanzen) ist wegen des Klimas nicht möglich.

Dann ging die Fahrt durch eine steinige Landschaft, nur Moose und Farne machten sie grün, nach Hveragerði. Hier gab es ein kleines Museum zum Gedenken eines Erdbebens im Jahre 2008. Mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen und ständigen Austritten von Wasserdämpfen leben die Isländer schon Jahrhunderte.

Nun ging es zum geothermischen Kraftwerk Hellisheiði. Es ist ein imposanter und sehr beeindruckender Bau. Das Wasser, welches erhitzt aus dem Erdinneren kommt, wird durch dieses Werk zur Energiegewinnung genutzt und durch große Rohrleitungssysteme dem Menschen dienstbar gemacht. Überall in dieser Gegend steigen Wasserdämpfe durch Spalten an die Erdoberfläche.

Dann ging es zurück zu unserem Wohnort Selfoss. Nudeln und Tomatensoße, schnell gekocht, stopften unsere hungrigen Mägen. Später gab für alle 6 Urlauber noch ein Bad im Jacuzzi, welcher vor unserem Häuschen steht. Er hat ungefähr 40 Grad Wassertemperatur. Ein Skip-Bo-Spiel, sowie eine Beratung für den nächsten Tag, betreffs Ausflugsziele und die schönsten Fotos unseres ersten Ausflugstages beendeten unseren erlebnisreichen Tag.

Barbara Gottmannshausen